Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns.

 

Eugène Ionesco

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EMDR-Traumatherapie

(Eye Movement Desensititation Reprocessing)

Was ist EMDR?

EMDR(Eye Movement Desensititation Reprocessing) ist eine ressourcenorientierte Methode, die ihren Ursprung in der Psychotraumatherapie hat. EMDR zählt zu den bilateralen Techniken und wurde vor über 20 Jahren von Francine Shapiro entdeckt. Seitdem wurde die Methode mit großen Erfolgen weiterentwickelt. Die bewirkt neuronale  Veränderungen, überprüft Kognitionen und Emotionen und kann damit die Selbstheilungsprozesse in Gang setzen. EMDR basiert darauf, dass jeder Mensch über eine natürliche Fähigkeit zur Informationsverarbeitung verfügt, mittels dessen er belastende Erfahrungen verarbeiten kann.

EMDR ist von der APA, der American Psychological Association, und der ISTSS, der International Society for Traumatic Stress Studies, als wirksam anerkannt. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie verabschiedete am 6. Juli 2006 ein Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der EMDR-Methode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen. In diesem wird die EMDR-Methode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen bei Erwachsenen als wissenschaftlich anerkannt bezeichnet.

 

Funktionsweise der EMDR

EMDR funktioniert über bilaterale Stimulation, d.h  Anregung beider Gehirnhälften, primär über gesteuerte Augenbewegungen, zunehmend auch unter Einbeziehung taktiler und akustischer Stimulation. Die Klientin bzw. der Klient folgt den Fingern der Beraterin mit seinen Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Die Augenbewegungen des Klienten sind mit den Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar – der Phase des Schlafes, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden. Alternativ zu den Handbewegungen kann der Therapeut Töne einsetzen, die Hände oder die Knien der Klientin berühren (tippen).

Mit der EMDR wird nicht nur eine beschleunigte Verarbeitung traumatischer Erinnerungsfragmente ermöglicht, sondern auch eine kognitive Umstrukturierung, d.h eine Neubewertung der Situation und eine veränderte Einstellung zu sich selbst und den eigenen Ressourcen. Eine erfolgreiche Behandlung mit EMDR verringert die affektive Belastung, es kommt zur Umformulierung der negativen Überzeugungen, und das psychologische Erregungsniveau sinkt.

Die Anwendungsmöglichkeiten von EMDR reichen weit über Traumatherapie hinaus.

 

Typische Anwendungsbereiche sind z.B:

  • Traumata, Posttraumatische Belastungsreaktionen

  • Extreme Trauerreaktionen

  • Ängste, Panikattacken, Phobien

  • Schlafstörungen

  • Burnout, Stressreaktionen

  • Depressionen

  • Suchtproblematik

  • Psychosomatische Beschwerdebilder, Allergien

  • Schmerzzustände/ chronische Schmerzen

  • Selbstwertproblematik

  • Leistungsblockaden, Prüfungsangst